Hydraulikdichtungen für Industrie & Maschinenbau
Hydraulikdichtungen dichten Kolben, Stangen und Gehäuse in hydraulischen Systemen unter hohem Druck zuverlässig ab. HME liefert Dichtungen aus NBR, PU, FKM und PTFE für Mobilhydraulik, Zylinderbau, Pressenbau und Industrieanlagen – ab Lager oder als Sonderanfertigung nach Maß.
- Zertifiziertes Unternehmen nach ISO 9001
- Technischer Support
- Sonderanfertigung möglich
Produktkatalog
Unsere Hydraulikdichtungen im Überblick
Wählen Sie die passende Bauform für Ihren Hydraulikzylinder und öffnen Sie die Unterkategorie für Abmessungen, Werkstoffvarianten und technische Details.
Kolbendichtungen
- dichten den Kolben gegen die Zylinderbohrung ab; für hohe Drücke in einfach- und doppeltwirkenden Zylindern.
Stangendichtungen
– dichten die bewegte Kolbenstange nach außen ab und verhindern Leckage am Zylinderaustritt.
Abstreifer
– halten Schmutz, Staub und Feuchtigkeit von der Kolbenstange fern und schützen nachgelagerte Dichtungen.
Führungsringe
- führen den Kolben oder die Kolbenstange, nehmen Querkräfte auf und verhindern direkten Metallkontakt.
O-Ringe
- statische und dynamische Rundringe für universelle Abdichtung in Hydraulik und Pneumatik.
X-Ringe
- Vier-Lippen-Profil mit geringerer Reibung und besserer Verdrehsicherung als klassische O-Ringe.
Stützringe
- verhindern das Extrudieren von Elastomerdichtungen bei hohen Drücken.
Rotations-Dichtungen
- für rotierende Wellen in Hydraulikmotoren, Drehdurchführungen und Schwenkantrieben.
Was sind Hydraulikdichtungen & welche Funktionen haben sie?
Hydraulikdichtungen sind Präzisionsbauteile, die Hydraulikflüssigkeit unter Druck im System halten und das Eindringen von Schmutz verhindern. In einem Hydraulikzylinder bilden sie das Dichtsystem zwischen bewegten und statischen Bauteilen und sichern den Betriebsdruck. Führungselemente und Abstreifer ergänzen das System, indem sie Querkräfte aufnehmen und den Zylinder vor Verunreinigungen schützen.
- Statisch Dichten feststehende Bauteile ab – z. B. O-Ringe im Zylinderdeckel.
- Dynamisch Kolben- und Stangendichtungen für Gleitbewegungen bei Drücken bis über 400 bar.
Querkräfte im doppeltwirkenden Zylinder: Neben Axialkräften wirken auch Querkräfte auf Kolben und Stange. Führungselemente aus POM oder PTFE-Compound nehmen diese auf, verhindern Metall-auf-Metall-Kontakt und entlasten die Dichtungen – das verlängert die Lebensdauer des gesamten Dichtsystems.
Aus welchen Materialien werden Hydraulikdichtungen hergestellt?
Die wichtigsten Werkstoffe sind PU,NBR, FPM und PTFE. Jeder hat eine charakteristische Kerneigenschaft, die seine Eignung für bestimmte Medien und Betriebsbedingungen bestimmt. Die Zuordnung Werkstoff → Einsatzbereich richtet sich nach Medium, Temperatur und Druck.
| Werkstoff | Kerneigenschaften | Maximaler Temperaturbereich |
|---|---|---|
| PU Polyurethan |
Höchste Verschleiß- und Extrusionsfestigkeit | −40 bis +110 °C |
| NBR Nitril-Butadien-Kautschuk |
Standardwerkstoff, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis | −55 bis +120 °C |
| FPM Fluorkautschuk (Viton) |
Hohe chemische Beständigkeit | −20 bis +200 °C |
| PTFE Polytetrafluorethylen |
Extrem reibungsarm, nahezu universell beständig | −200 bis +260 °C |
Gleitgeschwindigkeit ist neben Druck und Temperatur ein zentrales Auswahlkriterium für dynamische Dichtungen – abhängig von Oberflächengüte, Schmierung und Werkstoffpaarung. Die angegebenen Temperaturbereiche bilden die maximal möglichen Grenzwerte über alle verfügbaren Werkstoffvarianten ab; sie gelten nicht gleichzeitig mit maximalem Druck und maximaler Gleitgeschwindigkeit. Welcher Werkstoff für Ihren konkreten Einsatzfall die passende Lösung ist, klären Sie am besten direkt mit unserem Technik-Team.
Welches Dichtungsmaterial eignet sich für welche Anwendung?
Die Werkstoffwahl richtet sich nach den Betriebsbedingungen: PU ist der vielseitige Allrounder mit hoher Verschleißfestigkeit und Druckbeständigkeit, NBR der bewährte Standardwerkstoff, FKM überzeugt bei aggressiven Medien und Temperaturen über +120 °C, PTFE bei geringer Reibung, Lebensmittelkontakt oder – als Compound – rotatorischen Bewegungen.
Auswahlmatrix nach Anwendungsfall
| Branche / Anwendung | Werkstoff | Norm |
|---|---|---|
| Mobilhydraulik (Bagger, Traktoren) | PU, NBR, PTFE | DIN ISO 5597 |
| Industriehydraulik / Zylinderbau | PU, NBR, PTFE | DIN ISO 5597 |
| Pressenbau (Hochdruck) | PU, NBR, PTFE-Compound | DIN ISO 5597 |
| Chemie / aggressive Medien | FPM, PTFE | — |
| Lebensmittel / Pharma | PTFE, NBR (FDA) ,FPM (FDA), EPDM (FDA), PU (FDA) | FDA 21 CFR 177.1550 |
Typische Druckbereiche in der Hydraulik
| Bauform | Druckbereich | Werkstoffe |
|---|---|---|
| Kolbendichtung | bis 400 bar | PU, NBR, PTFE-Compound |
| Stangendichtung | bis 400 bar | PU, NBR, PTFE-Compound |
| Abstreifer | drucklos | PU, NBR, PTFE-Compound |
| O-Ring (statisch) | bis 200 bar | NBR, FPM, HNBR |
| Stützring | bis 400 bar | POM, PTFE, TPE, PA |
Angaben sind Richtwerte; zulässige Werte ergeben sich aus Profil, Werkstoff und Einbausituation. Für die passende Auslegung beraten wir Sie gern.
Sonderanfertigungen & Expresslieferung
Wenn das Standardprogramm nicht passt, liefern wir Hydraulikdichtungen nach Maß – einzeln oder in Serie. Standardprofile gehen innerhalb von 48 Stunden raus, für Sonderformen prüfen wir Machbarkeit und Lieferzeit nach Ihrer Zeichnung oder Ihrem Muster.
Wissen
Häufige Fragen zu Hydraulikdichtungen
Antworten auf die wichtigsten Fragen
Hydraulikdichtungen sind Dichtelemente in hydraulischen Systemen, die Flüssigkeiten unter Druck im Zylinder halten und Verunreinigungen fernhalten. Sie sichern den Systemdruck, reduzieren Leckage und schützen Kolben, Stange und Zylinderwand vor Verschleiß. Typische Einsatzorte sind Hydraulikzylinder in Baumaschinen, Pressen und Werkzeugmaschinen.
Die wichtigsten Bauformen sind Kolbendichtungen, Stangendichtungen, Abstreifer, Führungselemente, O-Ringe, X-Ringe, Stützringe und Rotationsdichtungen. Kolben- und Stangendichtungen sind dynamisch, O-Ringe kommen statisch und dynamisch zum Einsatz. Jede Bauform hat eine definierte Aufgabe im Dichtsystem des Hydraulikzylinders.
NBR eignet sich für Standard-Mineralölhydraulik und allgemeinen Maschinenbau. PU ist die erste Wahl bei Hochdruckanwendungen und Pressenbau. FKM setzen Sie bei hohen Temperaturen oder chemisch aggressiven Medien ein. PTFE eignet sich für Lebensmittelkontakt, trockenlaufkritische Stellen und aggressive Chemie.
Der Temperaturbereich hängt vom Werkstoff ab. NBR arbeitet typischerweise zwischen -30 °C und +100 °C, HNBR bis +150 °C, PU zwischen -30 °C und +110 °C, FKM zwischen -20 °C und +200 °C und PTFE zwischen -200 °C und +260 °C. Die konkreten Grenzwerte stehen in den jeweiligen Werkstoffdatenblättern.
Je nach Bauform und Werkstoff sind Betriebsdrücke von wenigen bar bis über 700 bar möglich. Kompaktdichtungen aus PU sind typischerweise bis 400 bar einsetzbar, mit Stützringen lassen sich deutlich höhere Drücke realisieren. Die zulässigen Werte ergeben sich aus Profil, Werkstoff und Einbausituation.
Typische Einsatzbereiche sind Hydraulikzylinder in Mobilhydraulik (Bagger, Kräne, Traktoren), Zylinderbau, Industriepressen, Werkzeugmaschinen und Anlagen in der Umwelt- und Energietechnik.
Auch in der Lebensmittel- und Medizintechnik werden Hydraulikdichtungen mit zugelassenen
Werkstoffen eingesetzt.
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