Hydraulikdichtungen für Industrie & Maschinenbau
Hydraulikdichtungen dichten Kolben, Stangen und Gehäuse in hydraulischen Systemen unter hohem Druck zuverlässig ab. HME liefert Dichtungen aus NBR, PUR, FKM und PTFE für Mobilhydraulik, Zylinderbau, Pressenbau und Industrieanlagen – ab Lager oder als Sonderanfertigung nach Maß.
- Zertifiziertes Unternehmen nach ISO 9001
- Technischer Support
- Sonderanfertigung möglich
Produktkatalog
Unsere Hydraulikdichtungen im Überblick
Wählen Sie die passende Bauform für Ihren Hydraulikzylinder und öffnen Sie die Unterkategorie für Abmessungen, Werkstoffvarianten und technische Details.
Kolbendichtungen
- dichten den Kolben gegen die Zylinderbohrung ab; für hohe Drücke und wechselnde Lastspiele in doppeltwirkenden Zylindern.
Stangendichtungen
– dichten die bewegte Kolbenstange nach außen ab und verhindern Leckage am Zylinderaustritt.
Abstreifer
– halten Schmutz, Staub und Feuchtigkeit von der Kolbenstange fern und schützen nachgelagerte Dichtungen.
Führungsringe
Dichtungen für Hydraulikzylinder, geeignet für hohe Drücke und Verschleißfestigkeit
O-Ringe
- statische und dynamische Rundringe nach DIN 3771 für universelle Abdichtung in Hydraulik und Pneumatik.
Was sind Hydraulikdichtungen & welche Funktionen haben sie?
Hydraulikdichtungen sind Präzisionsbauteile, die Hydraulikflüssigkeit unter Druck im System halten und das Eindringen von Schmutz verhindern. In einem Hydraulikzylinder bilden sie das Dichtsystem zwischen bewegten und statischen Bauteilen und sichern den Betriebsdruck. Führungselemente und Abstreifer ergänzen das System, indem sie Querkräfte aufnehmen und den Zylinder vor Verunreinigungen schützen.
- Statisch Dichten feststehende Bauteile ab – z. B. O-Ringe im Zylinderdeckel.
- Dynamisch Kolben- und Stangendichtungen für Gleitbewegungen bei Drücken bis über 400 bar.
Querkräfte im doppeltwirkenden Zylinder: Neben Axialkräften wirken auch Querkräfte auf Kolben und Stange. Führungselemente aus POM oder PTFE-Compound nehmen diese auf, verhindern Metall-auf-Metall-Kontakt und entlasten die Dichtungen – das verlängert die Lebensdauer des gesamten Dichtsystems.
Aus welchen Materialien werden Hydraulikdichtungen hergestellt?
Die wichtigsten Werkstoffe sind NBR, HNBR, FKM, PUR und PTFE. Jeder hat eine charakteristische Kerneigenschaft, die seine Eignung für bestimmte Medien und Betriebsbedingungen bestimmt. Die Zuordnung Werkstoff → Einsatzbereich richtet sich nach Medium, Temperatur und Druck.
| Werkstoff | Kerneigenschaft | Temperaturbereich | Typischer Einsatzbereich |
|---|---|---|---|
| NBR Nitril-Butadien-Kautschuk |
Standardwerkstoff für Druckluft, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis | −30 bis +100 °C | Allgemeine Pneumatik, geölte Druckluft |
| PUR Polyurethan |
Hohe Verschleißfestigkeit und Abriebbeständigkeit | −35 bis +110 °C | Hohe Schaltzahlen und mechanische Belastung |
| FKM Fluorkautschuk (Viton) |
Hohe chemische und thermische Beständigkeit | −20 bis +200 °C | Hohe Temperaturen und aggressive Umgebungsmedien |
| PTFE Polytetrafluorethylen |
Extrem reibungsarm, für Trockenlauf geeignet | −200 bis +260 °C | Trockenlauf, ölfreie Druckluft, reibungskritische Anwendungen |
Gleitgeschwindigkeit ist neben Druck und Temperatur ein zentrales Auswahlkriterium für dynamische Dichtungen. Richtwerte: NBR bis 0,5 m/s, PUR bis 1,0 m/s, PTFE-Compounds bis 15 m/s – abhängig von Oberflächengüte, Schmierung und Werkstoffpaarung.
Welches Dichtungsmaterial eignet sich für welche Anwendung?
Die Werkstoffwahl hängt von der Branche und den Betriebsbedingungen ab. Für Mobilhydraulik und allgemeinen Maschinenbau mit Mineralöl ist NBR die übliche Wahl. Im Pressenbau und in der Industriehydraulik mit hohen Drücken bis 400 bar überzeugt PUR durch Verschleißfestigkeit. FKM ist gesetzt, wenn chemisch aggressive Medien oder Dauertemperaturen über +120 °C auftreten. PTFE kommt dort zum Einsatz, wo geringe Reibung, Lebensmittelkontakt oder extreme Medien gefordert sind; für rotatorische Bewegungen werden häufig PTFE-Compounds mit elastomeren Vorspannelementen kombiniert.
| Bauform | Funktion | Geeignete Werkstoffe |
|---|---|---|
| Kolbendichtung | Dichtet die Druckräume im Zylinder ab | NBR, PU, PTFE |
| Stangendichtung | Dichtet die Kolbenstange nach außen ab | NBR, PU, PTFE |
| Abstreifer | Hält Staub und Partikel fern | NBR, PU |
| Führungsring | Führt Kolben/Stange, nimmt Querkräfte auf | POM, PTFE-Compound |
| Endlagen-Dämpfung | Dämpft den Kolben am Hubende | PU |
Angaben sind Richtwerte; zulässige Werte ergeben sich aus Profil, Werkstoff und Einbausituation. Für die passende Auslegung beraten wir Sie gern.
Sonderanfertigungen & Expresslieferung
Wenn das Standardprogramm nicht passt, liefern wir Hydraulikdichtungen nach Maß – einzeln oder in Serie. Standardprofile gehen innerhalb von 48 Stunden raus, für Sonderformen prüfen wir Machbarkeit und Lieferzeit nach Ihrer Zeichnung oder Ihrem Muster.
Wissen
Häufige Fragen zu Hydraulikdichtungen
Antworten auf die wichtigsten Fragen
Hydraulikdichtungen verhindern das Austreten von Hydraulikflüssigkeit und das Eindringen von Verunreinigungen in Hydrauliksystemen. Sie sorgen dafür, dass der Systemdruck aufrechterhalten wird und die Anlage effizient und zuverlässig arbeitet.
Zu den gängigsten Typen gehören Kolbendichtungen, Stangendichtungen, Abstreifer, Führungsringe, statische Dichtungen (z. B. O-Ringe) und Rotationsdichtungen. Jeder Typ erfüllt eine spezifische Aufgabe innerhalb des Hydrauliksystems.
Die häufigsten Werkstoffe sind NBR (Nitrilkautschuk), PU (Polyurethan), FKM (Fluorkautschuk), PTFE, EPDM und Silikon. Die Materialwahl richtet sich nach dem Einsatzmedium, der Temperatur und dem Betriebsdruck.
NBR ist der Standardwerkstoff für Mineralölhydraulik. PU eignet sich bei hohem Druck und Verschleiß. FKM ist ideal bei hohen Temperaturen und aggressiven Medien. PTFE kommt bei extremer chemischer Belastung zum Einsatz. EPDM und Silikon werden bevorzugt in hygienischen oder lebensmittelnahen Anwendungen verwendet.
Der Temperaturbereich hängt vom Werkstoff ab. NBR arbeitet typischerweise zwischen −30 °C und +100 °C, PU zwischen −35 °C und +110 °C, FKM zwischen −20 °C und +200 °C und PTFE zwischen −200 °C und +260 °C.
Je nach Bauart und Material halten Hydraulikdichtungen Betriebsdrücken von wenigen bar bis über 700 bar stand. Kompaktdichtungen und Stützringe ermöglichen den Einsatz bei besonders hohen Drücken.
Typische Einsatzbereiche sind Hydraulikzylinder, Hydraulikpumpen, Ventile, Mobilhydraulik (z. B. Bagger, Kräne, Landmaschinen), Industriepressen, Werkzeugmaschinen und Wärmetauscher.
Standardartikel aus unserem Lager versenden wir in der Regel innerhalb von 1–2 Werktagen. Für dringende Fälle bieten wir einen Express-Service mit Lieferung innerhalb von 48 Stunden.
Ja, neben unserem Standardsortiment fertigen wir Hydraulikdichtungen nach Ihren individuellen Maßen und Spezifikationen. Ob Sonderformen, spezielle Materialien oder ungewöhnliche Abmessungen – von der Einzelanfertigung bis zur Serienfertigung ist alles möglich.
Kontaktieren Sie unser Expertenteam unter +49 (0) 8231 9623-0 für eine unverbindliche Beratung.
Ja, unser erfahrenes Technikerteam berät Sie persönlich bei der Auswahl der richtigen Dichtung. Ob Werkstoffauswahl, Temperaturbeständigkeit oder Druckbereiche – wir unterstützen Sie von der Anfrage bis zur passenden Lösung. Erreichen Sie uns telefonisch unter +49 (0) 8231 9623-0 oder über unser Kontaktformular.
Für Drehteile nach Maß steht Ihnen direkt auf unserer Website ein Konfigurator zur Verfügung, mit dem Sie Ihre Wunschmaße und Spezifikationen einfach eingeben können. Alternativ erreichen Sie uns telefonisch unter +49 (0) 8231 9623-0 oder per E-Mail an info@hme-dichtungen.de – gerne auch mit einer technischen Zeichnung. Unser Technikerteam prüft die Machbarkeit und erstellt Ihnen ein individuelles Angebot.
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